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Turmhügelburg Lütjenburg

Aktuelles

Aktuelles 2018

Mittelalterey 2018 an der Turmhügelburg

Es ist Sommer und damit traditionell die Zeit des großen mittelalterlichen Handwerkertreffens auf Einladung des Burgherren an der Turmhügelburg in Lütjenburg.
Schon von weitem hört man die Hammerschläge der Schmiede und das Sausen der Drechselbänke. Um die Schnitzer, Schuhmacher, Spinner und Weber zu erleben, muss man aber schon etwas näher treten..
Fleißige Hände formen Ton zu Gebrauchsgegenständen, buntes Glas zu ausgefallenen Perlen, grobes Metall zu feinen Messern oder Kerzenständern und Holzscheite zu Löffeln, Tellern und Schalen..
Kommen Sie am 7. + 8. Juli 2018 und erleben Sie noch echtes, altes Handwerk. Feilschen Sie mit den Handwerkern und Händlern, ersteigern bei den täglichen Auktionen das ein oder andere ausgewählte Stück Handwerkskunst (zugunsten der Erhaltung der Burg) und gehen Sie mit ihren Kindern auf eine spannende und lehrreiche Handwerker-Quiz-Rallye..
Und da die Handwerksgeräusche allein nicht ausreichen, gibt es dazu noch Geschichten, Märchen, Vorträge zu Kräutern und Medizin. Hören Sie den Spielleuten zu und erleben längst vergessene Tänze zu alten Liedern zum Zusehen und Mitmachen. Auf dem Turnierplatz ertönt Schwertergeklirr, wenn die Söldner von Ueterst-end ihr Können zeigen. Auch die waghalsigen Reiter von Bodendieks Schildknappen trainieren mit Schwert und Lanze, um ihrem Herrn zu gefallen. Ein Falkner zeigt am Sonntag den Besuchern die höfische Jagd mit mehreren Greifvögeln. Über 100 Zelte von Gruppen aus ganz Deutschland füllen wieder die Wiese an der Burg.
Und da viel Hören und Sehen hungrig macht, ist wieder reichlich für das leibliche Wohl gesorgt – und im großen Lehmbackofen werden wieder Brot und Kuchen gebacken.
Kommen Sie und sehen, riechen, fühlen, schmecken und hören Sie mit allen Sinnen lebendige Geschichte..
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Ihr Burgherr Eberhard von Bodendiek

Freiluft-Gottesdienst an der Turmhügelburg

Der Turmhügelburg - Verein und die Ev.- Luth. Kirchengemeinde Lütjenburg laden für

Freitag, den 29. Juni 2018
um 19:00 Uhr
zu einem Freiluft-Gottesdienst

an der Vicelin-Kapelle der Turmhügelburg ein.

Der Gottesdienst wird von unserem Propst Erich Faehling, Preetz, unter dem Motto „Zukunft der Kirche“ gehalten.
Musikalisch umrahmt wird die Vesper von dem Flötenensemble „Musica Fiata holsatiana“ auf historischen Holzblasinstrumenten mit Liedern und Musik aus mittelalterlicher Zeit unter Leitung unseres Kantors Ralf Popken.
Im Anschluss an den Gottesdienst besteht die Möglichkeit zu einem zwanglosen Gespräch bei Speis' und Trank im großen Wirtschaftsgebäude.
Wir laden herzlich ei!

Bei schlechter Witterung findet der Gottesdienst im großen Wirtschaftsgebäude der Burg statt.
Parkmöglichkeiten sind an der Burg vorhanden.

Musik und Sagen an der Turmhügelburg

Egal, wie groß oder erwachsen man ist – Märchen, Sagen und Geschichten lauscht jeder immer wieder gern. Am Samstag, den 16. Juni 2018 ab 19:00 Uhr können Sie sich diesem Genuss beim Sommerkonzert an der Turmhügelburg Lütjenburg im Nienthal hemmungslos hingeben. Der Abend wird gestaltet mit dem Ensemble "Musica fiata holsatiana" mit ihren historischen Holzblasinstrumenten und von dem Jugendchor der „Schola cantorum“ mit Musik aus dem Mittelalter und der Renaissance. Die Barden Alda und Orianna tragen Sagen aus alter Zeit vor.
Lassen Sie sich an diesem Abend, der unter der Leitung von Bruder Raedwulf (Ralf Popken) steht, entführen und verzaubern.
Der Eintritt ist frei, für das leibliche Wohl ist gesorgt. Spenden werden am Ausgang erbeten.
Parkplätze sind an der Burg vorhanden.

Ehrenamt – ein Gewinn für alle Seiten

19. März 2018, Kieler Nachrichten, Text und Foto Ralf Böttcher

6. Messe der freien Wohlfahrtsverbände im Kreis: Mehr als 50 Stände informierten in Preetz über Projekte

Eine Leistungsschau der Wohlfahrtsverbände war die 6. Ehrenamtmesse des Kreises Plön. An über 50 Info-Ständen waren am Sonnabend in den Schulen am Hufenweg in Preetz die Stützen der Gesellschaft aufgebaut. Erstmals an diesem Ort, der die Ausstellung unter einem Dach ermöglicht. Bei widrigen Verkehrsbedingungen und eisigem Wind waren die vielen interessierten Bürgerinnen und Bürger dankbar für das Angebot. Zweck der Messe ist, Netzwerke zu knüpfen, die Zusammenarbeit zu verbessern, neue Ehrenamtler zu gewinnen.
„Unentschlossenen auf die Sprünge helfen“, wie der Preetzer Bürgermeister Björn Demmin im Grußwort sagte. Dazu gehört auch: Hemmschwellen abzubauen. Kreispräsident Peter Sönnichsen und Schirmherr der Messe, brachte es bei der Eröffnung auf den Punkt: „Lesen Sie nicht die 100 Seiten Anleitung des Landes – dann nehmen Sie nie ein Ehrenamt an.“ Effektiver sei es, sich vor Ort zu informieren. Kai Bellstedt, Sprecher der Kreisarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände, zog zufrieden Bilanz: Starke Beteiligung, guter Besuch, der Veranstaltungsort habe sich bewährt.
Der erste Eindruck beim Rundgang durch die Gänge ist, dass hier kein Aussteller hervorgehoben wird. Eine auffällige Gleichbehandlung, die zum Thema passt. So stößt der Besucher erst spät auf das Projekt von Christine Wulf. Die (hauptamtliche) Ehrenamtskoordinatorin des Kreises hat zehn Interviews mit Flüchtlingshelfern geführt, die sie nun auf großen Schautafeln dokumentiert.
Da berichtet etwa die 70-jährige Cornelia Wentgen vom Plöner Förderkreis Integration über „ihr“ Fußballteam aus Migranten. Siegrun Höltich (73) aus Grebin schildert ihre persönliche Unterstützung einer Familie aus Eritrea, oder der Preetzer Berufsschullehrer Lutz Reinhardt gibt Auskunft über seine Erfahrungen als Sprachpate.„Viele Besucher bleiben stehen und erzählen mir, dass sie selber auch etwas mit Flüchtlingen machen“, berichtet Christine Wulf. Das Ehrenamt sei ein Gewinn für alle Seiten, meint sie: „Den Bedürftigen wird geholfen, die Helfer holen sich die fremde Kultur nach Hause und die Gesellschaft profitiert sowieso.“
Im anderen Flügel des Schulgebäudes sitzen vier Frauen hinter einem Tisch, auf dem sich gefühlt 200 Flyer und Prospekte türmen. Zusammen repräsentieren sie über die Hälfte des Teams, das Mädchen und Frauen sich im Kreis Plön vor Gewalt schützen will. Andrea Heitmann ist eine von vier hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des 2006 gegründeten Fördervereins Frauenhaus Kreis Plön e. V., die alle in Teilzeit arbeiten. Lena Bandaogo wird vom Kreis bezahlt und unterstützt die Arbeit. Ihnen stehen drei ehrenamtliche Helferinnen zur Seite. Zwei sind am Messestand dabei: Barbara Sommerfeld (69), ehemalige Verlagsbuchhändlerin aus Berlin, hat sich vor zehn Jahren in ihrer Wahlheimat Preetz für dieses Engagement entschieden. „Meine Aufgaben liegen in der Beratungsstelle in der Mühlenstraße“, erklärt sie. Neu im Team ist Frauke von Bodelschwingh. Die Frauenärztin wurde durch den Frauengottesdienst im Dezember auf die Beratungsstelle aufmerksam. Der Förderverein Frauenhaus entwickelte sich aus der Initiativgruppe Frauen in Not, die 1980 von Ehrenamtlern gegründet wurde. Das Team bietet rund um die Uhr Hilfe an unter Tel. 04342/ 82616. „Wir mussten im vergangenen Jahr 220 Anfragen ablehnen“, berichtet Andrea Heitmann.
Weitgehend gewaltfrei geht es auf der Turmhügelburg in Lütjenburg zu und wenn mal nicht, dann allenfalls zum Zwecke mittelalterlicher Darstellung. Kai und Gisela Rösick aus Darry repräsentieren die 400 Mitglieder des Museumsvereins stilecht: Mit Spezialkämmen kardiert der 55-Jährige Wolle und bereitet sie so für das Spinnen vor, seine Frau knackt derweil Walnüsse für die Besucher. „Andere haben Gummibärchen“, schmunzelt die gelernte Mineralogin, die auf der Burg Drehleier, Flöte und Harfe spielt und nebenbei an der Volkshochschule Deutsch unterrichtet. Eine Ehrenamtlerin durch und durch, genau wie ihr Mann. Der Landschaftsplaner ist bei der unteren Naturschutzbehörde in Kiel beschäftigt. 2011 fanden die beiden auf der Turmhügelburg zueinander, fünf Jahre später wurde geheiratet.
Monika Schultka engagiert sich seit 20 Jahren ehrenamtlich für die Kreisjägerschaft Plön. Als Stadtkind hatte die geborene Kielerin wenig mit Natur und Umwelt im Sinn, bis sie eine Stelle beim Landesjagdverband annahm. Jetzt erklärt sie den Besuchern am Info- Stand das Artenschutzprojekt Rebhuhn oder erläutert die Beziehung Wasser, Otter, Mensch. Biologie-Lehrer Andreas Clausen von der Gemeinschaftsschule Brachenfeld in Neumünster freut sich „als Neu-Preetzer“ über das Angebot: „Jetzt kann ich meinen Schülern erklären, was sie beim Keschern in der Schwale finden.“

Reich durch Ehre?

Warum sind nur zehn Prozent der Reichen und zehn Prozent der Armen glücklich – aber 80 Prozent der Behinderten? Warum verdienen Menschen, die ihre Ziele benennen, ein Vielfaches dessen, was ihre „ziellosen“ Artgenossen haben? Und treibt uns das eigene Ego zum Ehrenamt? Mit Fragen wie diesen konfrontierte Mentaltrainer Frank Grell seine Zuhörer am Rande der Messe. „Wie werde ich reich durchs Ehrenamt?“ lautete sein Vortrag.
Nicht auf alles hatte der Versicherungskaufmann eine Antwort. Aber die Lizenz zum Geldverdienen habe immerhin eine Studie der Harvard-Universität herausgefunden. Im Übrigen sei jeder seines eigenen Glückes Schmied: Am Anfang steht der Gedanke, es folgen Worte, Handlungen, daraus entwickelt sich der Charakter und schließlich das Schicksal.
„Der Ehrenamtler hat sich entschieden, dass etwas gut ist“, warb Grell für persönliches Engagement. „Er will machen, nicht jammern.“ Und Aufhören sei jederzeit möglich. „Die große Kraft des Ehrenamtes ist – anders als im Beruf – dass ich entscheiden kann, ob ich weitermache.“ Zurück zur Ausgangsfrage: „Reichtum kann ich erst erwerben, wenn ich etwas spende, Geld oder Zeit. Denn dann weiß ich, dass ich genug davon habe.“

Turmhügelburg mit neuem Fundament

15. März 2018, Kieler Nachrichten, Text Hans-Jürgen Schekahn, Foto Peter Braune

Förderer Klaus Dygutsch gründete eine Burgenstiftung, die für den Unterhalt des Mittelaltermuseums sorgt

Die Zukunft der Turmhügelburg in Lütjenburg liegt in einer Stiftung. Die Stadt Lütjenburg und der Förderverein des kleinen Freilichtmuseums verhandeln über die Modalitäten. Der Vorsitzende des Fördervereins, Hartmut Eller, sagte auf der Jahresversammlung, dass die Stadt dadurch viel Geld sparen würde.
2003 begann der Bau der Turmhügelburg mit dem markanten mittelalterlichen Wehrturm. Es folgten weitere Gebäude wie ein Ritterhaus, Schmiede und eine Kapelle. Entstanden ist ein kleines Dorf, so wie es vor 700 Jahren einmal ausgesehen haben könnte. Zwischen 40 000 und 50 000 Menschen schauten sich im vergangenen Jahr die Anlage an.

Höhepunkte im Jahr sind die drei großen Feste wie das Wikingerlager oder Mittelalterey, bei denen mehrere hundert Menschen in Gewandung die Burg bevölkern und viele Zuschauer anlocken.
Wind und Witterung nagen aber an den originalgetreuen Nachbauten. Bisher fielen die Unterhaltungskosten relativ moderat aus. Bürgermeister Dirk Sohn rechnet für die Zukunft aber mit 20 000 bis 30 000 Euro, die die Stadt pro Jahr in die Unterhaltung der Holzgebäude stecken müsste. Auch im Mittelalter waren die Häuser nicht für die Ewigkeit gebaut. So steht zum Beispiel als eine der nächsten Sanierungsarbeiten eine Neueindeckung des Turms an.
Der Preetzer Unternehmer und langjährige Mäzen der Turmhügelburg, Klaus Dygutsch, will langfristig das Museum unter freiem Himmel absichern. Dazu hat er eine Burgenstiftung gegründet, in die später einmal sein Vermögen einfließt. Die Stiftung unterstützt auch die Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Sie wäre in Zukunft für die Bauunterhaltung zuständig, die im Augenblick eine Aufgabe der Stadt ist. Die Übertragung der Aufgaben an die Stiftung könnte kurzfristig erfolgen. Ein Punkt sind die Fördergelder, die in das Projekt geflossen sind. Sie sind an Fristen und Auflagen geknüpft.
Seit 2004 leitet Hartmut Eller die Geschicke des Vereins für die Turmhügelburg. Er macht es noch zwei weitere Jahre. Die Mitglieder wählten den 75-Jährigen einstimmig erneut zum Vorsitzenden. Eller ist aber schon auf der Suche nach einem Nachfolger, der ihn ablöst. „Ideal wäre ein junger Rentner mit Zeit.“
Hartmut Eller berichtete von einer wachsenden Zahl von Mittelalterfreunden, die sich außerhalb der Feste in den historischen Gebäuden einquartierten. Die sogenannten Burgbelebungen finden großen Anklang bei Besuchern. Eller: „Es finden sich an diesen Tagen doppelt so viele Spenden in den Boxen wie ohne Burgbelebung.“
Ebenso einstimmig wählte die Versammlung Schriftführer Kai Rösick und die Beisitzer Matthias Ehmke, Ulrike Lemanczik und Heinrich Ripke.
Bürgermeister Dirk Sohn nannte in seinen Grußworten die Turmhügelburg einen „Eckpfeiler für den Tourismus und für das Image der Stadt.“ Die Besucher der Anlagen brächten Kaufkraft nach Lütjenburg, das von den Gästezahlen abhängig sei. Der Verein der Turmhügelburg genieße daher eine hohe Wertschätzung bei den Vertretern der Stadt.

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