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Vortrag

Vortrag

Ort: Hotel Lüttje Burg, Markt 20, Lütjenburg

„Im Zeichen des Kreuzes – Eroberungen dänischer Könige vom 12. bis 14. Jahrhundert“

Die „Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg e.V.“ setzt ihre Vortragsreihe „Lütjenburger Vorträge zur Archäologie und Geschichte“ im Februar 2018 mit einem Vortrag fort.

Am

27. Februar 2018 um 19:30 Uhr
in der Gaststätte “Lüttje Burg“, Lütjenburg, Markt 20
hält Prof. Dr. Oliver Auge
Historisches Seminar , CAU Kiel
einen Vortrag über

„Im Zeichen des Kreuzes: Eroberungen dänischer Könige vom 12. bis zum 14. Jahrhundert“

Zwischen 1168/69 und 1219 eroberten die dänischen Könige Waldemar I., Knut VI. und Waldemar II. im engen Zusammenspiel mit dem Papsttum sowie dem Episkopat ihrer Reichskirche und dem dänischen Adel und begünstigt von der seinerzeitigen politischen Großwetterlage ein beachtliches Konglomerat ganz verschiedenartiger Herrschaftsbereiche, das in der Literatur gern als „Ostseeimperium“ und im Kartenbild nur zu oft als einheitlicher dänischer Besitz firmiert.
Bei genauer Betrachtung wird allerdings offenbar, dass sich dieses Reich der Waldemare, das weite Teile der Ostseeküste umspannte, aus ganz unterschiedlichen Teilen zusammensetzte und dass die Könige in diese Teile auch ganz differenziert hineinregierten und eingriffen. Eine besondere geostrategische Rolle in diesem Machtkonglomerat nahm offenkundig Nordelbingen ein.
Komplex verhält es sich augenscheinlich auch mit der Motivation zu den Eroberungen, hinter denen sich machtpolitisch-wirtschaftliche Gründe ebenso verbergen wie glaubensmäßige in Form der zeitgenössischen Kreuzzugsideologie. In Estland wurde mit einem neuen Herzogtum gewissermaßen ein herrschaftlicher Satellit nach dem Muster der Kreuzfahrerstaaten etabliert. Dieses Machtgebilde der Waldemare implodierte indes nicht zwangsläufig aufgrund seiner Inhomogenität. Es geriet vielmehr wegen der Ausnahmesituation der Gefangennahme von König und Thronfolger im Jahr 1223 an und in den Abgrund. Der Krone verblieben letztlich Estland (bis 1346) und Rügen (bis 1435) als Einflusssphären.
Für nachfolgende dänische Herrscher fungierte das „Imperium“ der Waldemare aber fortan als Referenzrahmen und Vorbild, wenn denn innen- wie außenpolitische Bedingungen eine Machtexpansion gestatteten.
Prof. Dr. Auge lehrt seit 2009 Regionalgeschichte mit Schwerpunkt zur Geschichte Schleswig-Holsteins an der CAU zu Kiel.

Der Eintritt ist – wie üblich – frei. Wir freuen uns auf möglichst viele interessierte Besucher bei diesem sicher wieder hochinteressanten Vortrag.

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